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Brief aus der Zukunft: Videopitch statt Anschreiben

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Linus, 42 Jahre alt, und Digital Recruiter. Ich steuere im Jahr 2030 die Personalbeschaffung eines großen Players. Der Name ist nicht wichtig. Sie werden erst in fünf Jahren von ihm hören. Ich möchte Ihnen in meinen Briefen, die ich Ihnen so regelmäßig wie möglich schreibe, darlegen, wie sich das Recruiting in ein paar Jahren darstellt.

 

Das verschafft Ihnen die Möglichkeit, dem Wettbewerb immer die entscheidende Nasenlänge voraus zu sein. Wie ich Ihnen diese Botschaften zukommen lassen und warum? Fragen Sie nicht. Sie würden es nicht verstehen… Heute geht es um den Videopitch.

Arbeitswelt der Zukunft

Es ist ein sonniger Morgen, an dem ich aus meinem autonomen Apple-Auto steige – dem iDrive. Ich betrete des Bürogebäude und es geht hoch in den 65. Stock. Heute habe ich mich dazu entschlossen, nicht im Home-Office zu arbeiten, sondern im Büro. Wann, wie und wo wir unsere Arbeit erledigen, steht uns völlig frei. Nur, dass wir sie erledigen ist wichtig. Dank digitaler Vernetzung und ultraschnellem Internet ist das problemlos möglich.

Entschuldigen Sie, ich schweife ab. Eigentlich wollte ich Ihnen ja von den Recruiting-Abläufen in unserem Zeitalter erzählen. Kommen wir also zur Sache. Heute stehen auf meiner Agenda Vorstellungsgespräche. Nein, wegen diesen bin ich nicht ins Büro gekommen. Ich hatte einfach Lust, meine Kollegen zu sehen. Für ein Jobinterview unternimmt heute niemand mehr eine Fahrt ins Office. Das läuft alles per Live-Video ab.

Globale Vernetzung erfordert neue Wege im Recruiting

Alles andere wäre auch gar nicht machbar. Die Arbeitswelt ist global vernetzt. Man arbeitet im gleichen Unternehmen in virtuellen Teams über Kontinente hinweg. Da wäre die Anreise zu einem Vorstellungsgespräch viel zu aufwändig.

Und schließlich erhalten alle Beteiligten per 3D-Videoschalte die gleichen Eindrücke wie im echten Leben. Um die Verbindung herzustellen, bedarf es nicht einmal solch vorsintflutlicher Gadgets wie dem Laptop oder einem Tablet. Ich streame das Video-Interview einfach über meine Smart Lenses. Ach, die kennen Sie ja noch gar nicht. Ihnen sind ja bis jetzt nur diese klobigen Virtual Reality Brillen bekannt, die wie überdimensionale Skibrillen wirken.

Die Dinger sind inzwischen auf die Größe einer Kontaktlinse geschrumpft und lassen sich per Sprachsteuerung bedienen. Ein kurzer Befehl und schon erscheint der Kandidat in voller Größe vor meinen Augen. Er stellt sich direkt vor, gibt ein paar Informationen zu seiner Motivation, in unserem Unternehmen zu arbeiten und nach etwa 30 Sekunden verschwindet er wieder aus meinem Blickfeld.

Video-Pitch statt Motivationsschreiben

Das war natürlich noch nicht das ganze Job-Interview. Das steht erst in ein paar Minuten an. Zur Vorbereitung sehe ich mir aber immer gerne nochmal den Video-Pitch des Kandidaten an. Der ist so etwas wie der Nachfolger des Motivationsschreibens. Es handelt sich um ein kurzes Video, das einem Arbeitgeber einen ersten Eindruck von einem Talent vermittelt. Das Talent kann darin seine Fähigkeiten, Erfahrungen oder Qualifikationen beschreiben – genauso wie es die Babyboomer und Angehörigen der Generation X, Y und Z es in ihrer Zeit noch im Motivationsschreiben tun

Aber seien wir ehrlich. Papier ist geduldig. Schriftlich verfasste Bewerbungsunterlagen sind doch häufig eine geschönte Version der Realität. Oft werden sie nicht einmal vom Bewerber selbst, sondern von einer dritten Person verfasst und feingetunt. Dann hat das ganze Anschreiben keinen Wert mehr.

Wie aussagekräftig sind Motivationsschreiben?

Denn eigentlich soll es ja einen ersten Blick auf die Persönlichkeit eines Kandidaten vermitteln. Die Art, wie er schreibt, wie er sich ausdrückt, welche Worte er wählt, könnte Aufschluss darüber geben, ob er prinzipiell zu einem Unternehmen passt oder nicht. Doch niemand kann sich mehr sicher sein, wie authentisch das Ganze ist. Aber was rede ich da? Sie kennen das Problem besser als ich.

Aus unserer heutigen Perspektive ist der Videopitch die zuverlässigere Variante des Anschreibens. Die kurzen Videos machen einen Kandidaten authentisch erfahrbar. Der Recruiter kann sich sicher sein, dass er hier wirklich die Persönlichkeit eines Bewerbers kennenlernt und nicht die seines Ghostwriters. Hinzu kommt, dass wir über ausgeklügelte Analysetools verfügen, die nicht nur wichtige Informationen herausfiltern, die für die Bewerberakte relevant sind und diese automatisch schriftlich in dieser hinterlegen.

KI im Video-Pitch

Es gibt auch Tools, die auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) recht zuverlässig Parameter analysieren, die für den Cultural Fit eines Kandidaten relevant sind. Damit ist die Passgenauigkeit zu einem Unternehmen gemeint.

Klingt gut, oder? Das würden Sie sich auch wünschen? Dann habe ich eine gute Nachricht für Sie: Die Technik ist nicht neu. Es gibt sie längst in Ihrer Zeit. Natürlich wurde sie seitdem weiter verfeinert. Aber Video-Pitches und KI-Analysen sind im Jahr 2019 keine Zukunftsmusik mehr.

Allerdings gingen einige Jahre ins Land, bis Personalverantwortliche erkannten, welches Potenzial in der Technik steckt. Als einer der ersten Anbieter, der diesen Weg beschritt, gilt Cammio, dessen Video-Pitch-Tool als Modul ganz leicht in Ihr Bewerbermanagementsystem von Carerix integriert werden kann.

Bewerber haben die Wahl: Motivationsschreiben oder Videopitch?

Bewerbern kann optional angeboten werden: Motivationsschreiben oder Videopitch? Gerade bei den jüngeren Generationen dürfte die Wahl auch in ihrer Zeit schon auf den Videopitch fallen. Schließlich entspricht er der Art und Weise, wie junge Leute heute kommunizieren: Per Sprach- und immer öfter auch per Videonachricht.

Bedenken Sie: Wenn Sie ein solches Tool im Jahr 2030 anwenden, sind sie einer von vielen. Wenden Sie es im Jahr 2019 an, sind sie dem Wettbewerb einen entscheidenden Schritt voraus. Was sind wohl die besseren Aussichten auf einen Recruitingerfolg?

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