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Jobshopping: Bewerben so einfach wie Schuhe kaufen

Eigentlich sollten Unternehmen Bewerbern den Bewerbungsprozess so einfach machen wie Schuhe kaufen, sagt Hans-Jürgen Benker, bei Carerix Experte für Recruiting Lösungen. Jobshopping statt Schuhshopping sozusagen. Das gilt nicht nur, aber auch für die Direktansprache von Kandidaten, das Active Sourcing.

Der Einzelhandel hat es längst kapiert: Konsumenten wollen es in der Online-Welt so einfach wie möglich haben und ihr Wunschprodukt mit so wenigen Klicks wie möglich erstehen. Schon seit einiger Zeit bieten bekannte Online-Shopping-Portale Apps an, über die der Konsument mit nur einem Fingertipp sein Wunschprodukt kaufen kann.

Bewerben: Alles andere als so einfach wie Schuhe kaufen

Im Online-Recruiting verhält sich das leider noch anders. Hier müssen sich Kandidaten bei der Bewerbung oft durch langwierige Online-Formulare quälen, um ihre Bewerbungsunterlagen zu hinterlegen. Im schlimmsten Fall brechen diese kurz vor dem Absenden ab und alles war umsonst.

Dabei gibt es längst Lösungen wie die One-Click Bewerbung. Hier genügt ein Fingertipp und die Profildaten aus Businessnetzwerken wie LinkedIn und Xing werden in das Bewerbungsformular importiert. Was der Kandidat höchstens noch tun muss: Überprüfen, gegebenenfalls hier und da minimale Anpassungen vornehmen und fertig. So geht Bewerben in weniger als drei Minuten. Übrigens ist die One-Click Bewerbung auch eine perfekte Lösung für mobile Bewerber.

Was beim Active Sourcing einfacher sein könnte…

Auch beim Active Sourcing, der Direktansprache von Kandidaten, unterlaufen Unternehmen immer wieder Fehler. Zum Beispiel sprechen sie Kandidaten in unpersönlichen, kryptischen Standardanschreiben an, die nur wenig oder keinen Bezug zum Profil der angesprochenen Person haben. Im Zweifel müsste das Talent sich dann per Internetrecherche zusammenreimen, warum es die richtige Person für die ausgeschriebene Vakanz ist.

„Aber wer macht das bitteschön?“, fragt Carerix-Experte Hans-Jürgen Benker. „Der Arbeitsmarkt hat sich zum Bewerbermarkt gedreht. Das heißt, heute suchen Kandidaten aus und Unternehmen bewerben sich. Wer heute in der Woche bis zu 20 Jobangebote bekommt, muss sich nicht mehr die Mühe machen, zu recherchieren, warum der Arbeitgeber zu einem passt. Und schon gar nicht, wenn man sich in einer festen Position befindet, was beim Active Sourcing häufig der Fall ist.“

Unternehmen müssten auch in der Direktansprache und generell in der Kommunikation darauf achten, es dem Talent so einfach wie möglich zu machen. Dazu gehöre zum Beispiel, eine genaue Begründung, warum der Kandidat aus Sicht des Betriebs die offene Vakanz perfekt ausfüllen könnte. Im Videointerview hat Benker aber noch so manchen anderen Praxistipp für Recruiter parat. Viel Spaß beim Ansehen:

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