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Social Recruiting: Definition, Methoden, Vorgehensweise

Personalberater oder Recruiter, die vor ein paar Jahren ernsthaft darüber nachdachten, soziale Medien wie Facebook und Co. in ihren Recruitingprozess zu integrieren, ernteten Spott und Hohn.

Heute lacht keiner mehr. Denn Social Recruiting, also die Personalbeschaffung über Social Media, gehört längst zu den etablierten Methoden in der Rekrutierung. Allerdings sollte dabei nichts dem Zufall überlassen werden.

Was ist Social Recruiting? Eine Definition.

Social Recruiting ist im Kommen. Darunter verstehen Personalsuchende die Rekrutierung potenzieller Kandidaten über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Xing, LinkedIn und Co. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 der Universität Bamberg bewerten etwa drei Viertel der Top-1.000- Unternehmen den Einsatz von Social Media in der Personalgewinnung als positiv. Vor acht Jahren, als der Trend für die Personalbeschaffung noch neu war, sah das noch anders aus. Damals gewann dem Thema Social Recruiting nur die Hälfte der Befragten positive Seiten ab.

Die Vorteile des Social Recruiting

Worin gründet die zunehmende Bedeutung von Social Recruiting? Einer der wohl größten Vorteile der Personalbeschaffung über Social Media ist die enorme Reichweite von Facebook und Co. 2.7 Milliarden Menschen nutzen Facebook, Instagram, WhatsApp oder den Facebook Messenger weltweit, zwei Milliarden davon jeden Tag. Hier lassen sich also spielend leicht verschiedene Zielgruppen erreichen, auch im Ausland – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn das soziale Netz schläft bekanntlich nie.

Ein weiterer Vorteil von Social Recruiting: Inhalte können für ein relativ geringes Budget in Reichweiten-Kampagnen umgewandelt werden. Die Postings können in diesen dank eines Targeting- Algorithmus exakt an die eigne Zielgruppe ausgespielt werden, die ein Arbeitgeber erreichen will. Sie werden dann in der Timeline der jeweiligen User angezeigt.

Darüber hinaus lassen sich über Social Media Recruiting auch Kandidaten ansprechen, die eigentlich gar nicht aktiv nach einem neuen Job suchen, aber offen für Angebote sind. Das passiert ganz schnell, wenn sie durch ihren Nachrichtenstream scrollen und auf eine Stellenanzeige stoßen, die sie interessiert. Einen effektiveren Weg zu neuen Kandidaten gibt es nicht! Das ist auch der Grund, warum Social Recruiting häufig mit einer sinkenden Time to Hire in Verbindung gebracht wird.

 Wie funktioniert Social Recruiting?

Um im Social Recruiting Erfolg zu haben, reicht es aber nicht, einfach nur lieblos, auf den eigenen Unternehmensseiten auf Facebook und Co. eine Stellenanzeige nach der anderen zu posten. Kandidaten erwarten da schon ein bisschen mehr von Unternehmen.

Denn soziale Medien leben von der Kommunikation und dem Abwechslungsreichtum. Insofern sollten Unternehmen unterschiedliche Inhalte posten und zuverlässig auf Anfragen oder Kommentare antworten. Denn soziale Medien sind keine Einbahnstraße. Sie leben von der aktiven Kommunikation.

Social Recruiting: Explizite Social-Media-Strategie unverzichtbar

Für einen professionellen Social-Media-Einsatz im Recruiting ist eine explizite Social-Media-Strategie also unverzichtbar. Das setzt zum Beispiel einen Redaktionsplan voraus, die regelmäßige Betreuung der Kanäle und abwechslungsreiche Inhalte, die geteilt werden können.

Dazu gehören neben den bereits genannten Stellenanzeigen zum Beispiel:

  • Blogbeiträge
  • Videos
  • Grafiken
  • Podcasts
  • Präsentationen

Einblicke in den Unternehmensalltag

Ziel ist es, potenzielle Kandidaten mit spannenden Impressionen aus dem Unternehmen zu versorgen und ihr Interesse an einem Arbeitgeber zu wecken. So entsteht nach und nach Bindung. Und diese erhöht die Chance auf eine Bewerbung erheblich.

Doch all diese Impressionen brauchen auch einen Ort, an dem sie gehostet werden, um im Rahmen des Social Recruiting auf Facebook und anderen Kanälen gestreut werden zu können. Optimal dafür geeignet ist eine Karrierewebseite.

Karrierewebseite: Unverzichtbar für das Social Recruiting

Stellenangebote können auf dieser automatisch aus dem hauseigenen Bewerbermanagementsystem veröffentlicht werden. Gleichzeitig lässt sich auf der Karriereseite ein Content-Bereich etablieren, in dem Informationen, die für Bewerber relevant sind, veröffentlicht werden können. Egal, ob Video, Infografik, Webinar, Termineinladung oder Inhalte aus dem Mitarbeiterblog, in dem Arbeitnehmer von ihrem Alltag im Unternehmen berichten.

Wichtig für das hauseigene Social Recruiting ist, dass die eigene Karrierewebseite über eine
gute Integration in alle bekannten Social-Media-Kanäle verfügt, so dass sich deren Inhalte auch leicht teilen lassen. Damit ist es ein Kinderspiel, die eigene Zielgruppe regelmäßig mit News aus dem Unternehmen und spannenden Vakanzen zu versorgen.

Responsives Design: So wichtig!

Wichtig dabei ist aber noch eines: Viele Social Media Anwender surfen mobil, das heißt, sie sehen sich die Informationen eines Unternehmens auf dem Smartphone an. Auf Facebook und Co. ist das kein Problem. Die sozialen Netzwerke sind mobil optimiert und passen sich automatisch in ihren Dimensionen auf das Endgerät an, über das sie abgerufen werden.

So sollte es auch sein, sobald ein Kandidat von Facebook auf die Karriereseite wechselt. Zum Beispiel, wenn er einen Mitarbeiterblogbeitrag anklickt, der ihn interessiert, oder eine spannende Stellenanzeige.

Auch die Karrierewebseite sollte unbedingt für Smartphones, Tablets und Desktops optimiert sein und allen Besuchern ein perfektes Nutzererlebnis bieten. Egal, ob sie sich die Seite auf dem PC, über das Notebook, das Tablet oder das Smartphone ansehen. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass Kandidaten wieder abspringen, wenn sie die Seite nicht optimal lesen können. Chance vertan!

Bewerbermanagementsystem: Karrierewebseite gestalten

Mit dem richtigen Bewerbermanagementsystem ist das kein Problem: Moderne Aplicant Tracking Systeme bieten professionelle Karrierehomepages, die sich an die hauseigene Webseite anbinden lassen.

Mit den folgenden Funktionen:

  • Verknüpfung zu den Sozialen Medien für ein verbessertes Social Recruiting.
  • Resonsives Design für die optimale Darstellbarkeit auf allen Endgeräten.
  • Google Analytics Funktion, um die Zugriffe auf die Webseite zu analysieren und anhand der Daten zu optimieren.
  • Einsetzbar für Unternehmen, Zeitarbeitsdienstleister und Personalvermittler.
  • Auswahl zwischen verschiedenen Designs.
  • Freie Anpassbarkeit an das hauseigene Look & Feel.
  • Mit einfachen Möglichkeiten, sich zu bewerben: Zum Beispiel Formularbewerbung oder One-Click-Bewerbung.

Mit einem Wort: Die perfekte Grundlage für das eigene Social Recruiting. So klappt’s ganz schnell mit den Bewerbern. Versprochen!

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