Direktansprache von Kandidaten: Active Sourcing
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Umbruch in der Arbeitnehmerüberlassung: Das sind die Konsequenzen

Arbeitnehmerüberlassung – das Thema wird hip und hipper für High Potentials. Immer mehr Hochqualifizierte lassen sich in den Talent Pools von Personaldienstleistern listen und nutzen die Zeitarbeit als Karrieresprungbrett. Zeitarbeitsunternehmen richten ihre Services daher verstärkt auf die Vermittlung hochspezialisierter Fachkräfte aus.

 

Umso wichtiger ist ein effizientes und schlankes Bewerbermanagement. Denn nur wer Personal schnell und passgenau vermittelt, punktet bei Talenten und Kunden.

Wer sich früher in die Hände einer Zeitarbeitsagentur begab, galt als verzweifelt: Vielfach verdienten Leiharbeiter weniger als die Festangestellten des Leihbetriebs. Auch die Urlaubsansprüche fielen geringer aus. Inzwischen erfährt der Zeitarbeitssektor aber einen größeren Zuspruch von High Potentials.

Sie lassen sich bewusst in den Talent-Pools von Personaldienstleistern listen. Laut Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit verfügen zehn Prozent der Leiharbeitnehmer über einen Uniabschluss – eine Rekordquote.

Arbeitnehmerüberlassung: Branche im Wandel

Dieser Denkwandel wird oft auf die Einführung des Equal Pay-Gesetzes zurückgeführt, das seit April 2017 eine deutlich fairere Bezahlung von Leiharbeitnehmern sicherstellt. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Denn auch innerhalb der Zeitarbeitsunternehmen weht der Wind längst aus einer anderen Richtung.

Der Hintergrund: Aufgrund des nachhaltigen Fachkräftemangels melden immer mehr Unternehmen in hochqualifizierten Bereichen Bedarf an. Personaldienstleister haben diese Marktlücke erkannt und richten ihre Services verstärkt danach aus. Gegenüber den umworbenen High Potentials ist es ein Leichtes, mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen zu werben.

Arbeitgeber lassen sich gerade in hochspezialisierten Sektoren darauf ein – auch wenn Leiharbeiter für sie dadurch teurer geworden sind als Festangestellte. Immerhin führen sie neben dem Lohn für den Zeitarbeitnehmer noch eine Leihgebühr an den Personaldienstleister ab. Doch sie sind sich nur allzu bewusst: Langfristige Lücken in der Personaldecke in geschäftskritischen Bereichen kämen sie noch teurer zu stehen.

Arbeitnehmer: Akzeptanz der Zeitarbeit steigt

So manche Fachkraft hat in der Zeitarbeit daher ein Sprungbrett für die eigene Karriere erkannt. Denn: Wer sich auf dem Jobmarkt auf eigene Faust umsieht, ist gerade in Bereichen wie der IT schnell überfordert. So viele Angebote! Kandidaten nutzen daher laut der Studie Recruiting Trends 2018 der Universität Bamberg verschiedene Möglichkeiten, um nicht selbst suchen zu müssen, sondern von Arbeitgebern identifiziert zu werden.

48,9 Prozent der Talente bewerten Personaldienstleistungen als guten Kanal – wohl wissend, dass eine Arbeitnehmerüberlassung ihnen die Qual der Wahl erleichtert und ihnen nur Anstellungen anbietet, die exakt zum eigenen Profil passen. Das ist jedenfalls dann der Fall, wenn ein Personaldienstleister ein Bewerbermanagementsystem einsetzt, das ausgeschriebene Stellen und Talente perfekt zusammenführt.

Das gelingt durch so genannte Job-Match-Lösungen, die den automatischen Abgleich von Stellenanforderungen mit den persönlichen Eigenschaften und Kompetenzen von Bewerbern ermöglichen. Ein Knopfdruck und das Tool liefert zu jedem Kandidaten die passgenaue Stelle.

Bewerbermanagement: Bewerber auf dem Silbertablett

Der Branchenriese Randstad ist schon vor einiger Zeit auf den Geschmack gekommen und liefert Bewerbern Arbeitgeber auf dem Silbertablett und umgekehrt. Nicht nur gegenüber Talenten, auch gegenüber seinen Kunden verschafft er sich so erhebliche Wettbewerbsvorteile. Denn ein schlankes Bewerbermanagement gewährleistet eine hocheffziente Personalbeschaffung.

Und genau das ist es, was Unternehmen wollen. Betriebe, die sich an Personaldienstleister wenden, versprechen sich davon, Personalengpässe schnell ausgleichen zu können. In der Personalbranche geht es also um jede Minute. Jede Verzögerung im eigenen Bewerbermanagement gibt einem Wettbewerber die Möglichkeit, die Stelle zu besetzen und einen Kunden zu binden. Nicht selten beauftragen Unternehmen mehrere Arbeitnehmerüberlassungen.

Der steigende Druck, qualitativ hochwertige Kandidaten in kürzester Zeit liefern zu müssen, hat dazu geführt, dass sich auch kleinere und mittelständige Personaldienstleister zunehmend nach Softwarelösungen umsehen, mit denen sie bestmögliche Ergebnisse erzielen können. Sie haben erkannt: Nur so bleiben sie zukunftsfähig.

Bewerbermanagement sichert Zukunftsfähigkeit in der Arbeitnehmerüberlassung

Wichtig dabei ist, dass die Systeme auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet sind und eine 360-Grad-Sicht auf jeden Kandidaten bieten. Ein Prinzip, das auch bei der Direktansprache der Kandidaten zum Einsatz kommen sollte, die für immer mehr Player in der Arbeitnehmerüberlassung relevant ist – entweder im Auftrag eines Kunden oder, um den eigenen Talent-Pool mit High Potentials anzureichern.

Hierbei unterstützen innerhalb eines Bewerbermanagementsystems so genannte Sourcing-Tools. Der Personalvermittler definiert in ihnen einfach die Skills, nach denen er sucht. Einen Klick später liefert ihm die Software Talente, die über sie verfügen. Nur, dass der Suchalgorithmus dieses Mal nicht die eigene Datenbank durchsucht, sondern das World Wide Web: Soziale Medien, Businessnetzwerke und Fachforen. Zu den jeweiligen Talenten kann nun Kontakt aufgenommen werden.

Suche nach aktiven Kandidaten

Bewerbermanagementsysteme unterstützen aber nicht nur bei der Rekrutierung von passiven, sondern auch bei der von aktiven Kandidaten. Sie beinhalten leicht in die eigene Karrierehomepage implementierbare Stellenangebots-Websites. In ihnen liegen frei anpassbare Stellenanzeigen-Templates vor. Sie können über das Bewerbermanagementsystem nicht nur auf der eigenen Karrierehomepage geschaltet werden, sondern auch zeitgleich per Multiposting auf vielen verschiedenen Karriereportalen – das erhöht die Reichweite immens.

Interessierte Kandidaten können sich direkt über die Stellenanzeigen bewerben. Klassisch über ein Bewerberformular oder per One-Click-Bewerbung. Bei letzter werden die Profilinformationen aus LinkedIn in das Bewerbermanagementsystem integriert und können leicht vom Recruiter weiterverarbeitet werden.

Einfache Möglichkeiten der Bewerbung

Auch eine Bewerbung per PDF-Lebenslauf ist möglich. Hier hilft ein CV-Parser, die Lebenslaufinformationen automatisch auszulesen und ins Bewerbermanagementsystem zu implementieren. Ohne dieses Tool müsste der Recruiter die Daten im Zweifel mühsam per Hand übertragen und dabei ginge viel wertvolle Zeit verloren. „Die Übertragung von einem Lebenslauf durch einen erfahrenen Recruiter dauert 20 bis 30 Minuten“, sagt Hans-Leo Fetz, Country Manager DACH bei Carerix. „Mit einem Parsing-Tool schafft man das binnen Minuten. Alle relevanten Daten sind zudem im System verfügbar und mit wenigen Klicks durchsuchbar.“

Im nächsten Schritt hilft ein Bewerbermanagementsystem bei der Vorqualifizierung der Bewerber, indem es die Bewerbungseingänge automatisch nach der Eignung sortiert. Dieses Ranking kann direkt mit dem Kunden geteilt werden. So nehmen Prozesse nur noch ein paar Minuten in Anspruch, die früher Stunden oder ganze Tage dauerten. Bei mindestens gleichbleibender Qualität der Ergebnisse.

Fazit: Mit einem Bewerbermanagementsystem verbessern Personaldienstleister ihre Resultate erheblich und steigern ihre Effizienz spürbar – für den eigenen Geschäftserfolg, zum Wohle des Kunden und des Talents. Wenn das kein perfekter Match ist…

Sie wollen mehr über unsere Lösungen erfahren?  Hans-Leo Fetz, Country Sales Manager bei Carerix, freut sich über Ihre E-Mail.

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